Ellenbogenverletzungen
Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine medizinische Beratung. Wenden Sie sich bei Zweifeln, anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden immer an einen Arzt oder Physiotherapeuten.

Sie müssen kein Tennisspieler sein, um einen Tennisarm zu bekommen, die meisten Menschen holen ihn sich hinter der Tastatur, mit Werkzeug oder im Garten. Ellenbogenbeschwerden sind typische Überlastungsverletzungen: Die Sehnen, die Handgelenk und Finger steuern, setzen alle an zwei kleinen Knochenpunkten des Ellenbogens an, und genau dort geht die Elastizität verloren. Diese Seite unterscheidet die drei häufigsten Ellenbogenbeschwerden.
So hängt es zusammen
An der Außenseite des Ellenbogens setzen die Streckmuskeln von Handgelenk und Fingern an, an der Innenseite die Beugemuskeln, zwei stark beanspruchte Ansatzpunkte, die täglich Tausende kleiner Bewegungen verarbeiten. Überlastung verursacht dort keine klassische Entzündung, sondern eine gestörte Sehnenstruktur, die nach dosiertem Training verlangt statt nur nach Ruhe. An der Spitze des Ellenbogens liegt zudem ein Schleimbeutel, der bei Druck oder Stößen anschwellen kann.

Die häufigsten Ellenbogenverletzungen
Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens beim Heben und Greifen? Erfahren Sie, wie ein Tennisarm entsteht, und genesen Sie mit bewährten Übungen und Bandage.
Mehr lesen ›Schmerzen innen am Ellenbogen beim Greifen und Heben? Lesen Sie, wie ein Golferarm entsteht und wie Sie mit exzentrischen Übungen und Bandage gesund werden.
Mehr lesen ›Weiche, dicke Schwellung an der Ellenbogenspitze? Lesen Sie, wie eine Schleimbeutelentzündung entsteht, was Sie selbst tun und wann der Hausarzt nötig ist.
Mehr lesen ›Schmerzen oder Kribbeln in Arm oder Handgelenk durch Bildschirmarbeit? Lesen Sie, wie ein Mausarm entsteht und wie Übungen, Pausen und Arbeitsplatz helfen.
Mehr lesen ›Ellenbogenschmerzen nach einem Sturz oder Unfall mit sichtbarer Fehlstellung. Ein dicker, warmer, geröteter Ellenbogen mit Fieber (möglicherweise eine Infektion des Schleimbeutels). Der Ellenbogen lässt sich nicht mehr strecken oder beugen. Anhaltendes Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Ringfinger und kleinem Finger.
Selbst aktiv werden
Vollständige Ruhe löst Sehnenbeschwerden am Ellenbogen selten, die Sehne wird durch ruhige, dosierte Belastung stärker. Exzentrische Handgelenkübungen mit einem leichten Gewicht, ergänzt durch Dehnen und das Angehen der Ursache (Arbeitsplatz, Technik, Werkzeug), bilden den Kern. Eine Ellenbogenbandage kann den Sehnenansatz bei Belastung entlasten, damit Sie aktiv bleiben können.
Auf jeder Verletzungsseite oben finden Sie die passenden Übungen, mit Foto oder Video von Anna, unserer digitalen Physiotherapeutin, und pro Übung die Sätze, Wiederholungen und häufigsten Fehler.

Spange, die den Zugpunkt auf der Sehne verlagert und den schmerzhaften Ansatz bei Tennisarm und Golferarm entlastet.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Tennisarm und Golferarm?
Die Stelle: Ein Tennisarm sitzt an der Außenseite des Ellenbogens (Strecksehnen), ein Golferarm an der Innenseite (Beugesehnen). Das Vorgehen ähnelt sich, die Übungsrichtung unterscheidet sich, siehe die jeweiligen Seiten.
Wie lange dauert ein Tennisarm?
Durchschnittlich sechs Monate bis ein Jahr, auch mit gutem Vorgehen, Sehnen heilen langsam. Die Aufbauübungen verkürzen den Verlauf und verringern das Rückfallrisiko; Geduld ist Teil der Behandlung.
Hilft eine Ellenbogenbandage bei einem Tennisarm?
Eine Bandage oder Spange verlagert den Zugpunkt auf der Sehne und entlastet so den schmerzhaften Ansatz bei Belastung. Sie ist ein Hilfsmittel, um aktiv zu bleiben, während die Übungstherapie die eigentliche Heilung leistet.
Kann ich mit einem Tennisarm weiterarbeiten?
Meistens ja, mit Anpassungen: Griff und Werkzeug anpassen, Aufgaben abwechseln und eine Bandage bei Belastung. Ein vollständiger Arbeitsausfall ist selten nötig und hilft der Heilung nicht.
Hilft eine Spritze bei Ellenbogensehnen?
Eine Spritze kann den Schmerz kurzfristig dämpfen, verbessert die Heilung langfristig aber nicht und kann sie sogar verzögern. Die Basis bleibt der dosierte Kraftaufbau; besprechen Sie die Abwägung mit Ihrem Arzt.