Arthrose des Handgelenks
Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine medizinische Beratung. Wenden Sie sich bei Zweifeln, anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden immer an einen Arzt oder Physiotherapeuten.

Arthrose des Handgelenks verursacht Anlaufsteifheit, ziehende Schmerzen nach Belastung und allmählich weniger Beweglichkeit, oft Jahre nach einem früheren Handgelenkbruch oder einer Bänderverletzung. Heilen lässt sie sich nicht, aber komfortabel und aktiv bleiben schon: Bewegung, Kraft und kluge Unterstützung machen den Unterschied.
Was ist Arthrose des Handgelenks?
Das Handgelenk besteht aus acht kleinen Knochen mit vielen kleinen Gelenkflächen. Nimmt die Knorpelqualität irgendwo ab, meist nach einer früheren Verletzung, die die Belastung verändert hat, reagiert das Gelenk mit Steifheit, Schmerzen und manchmal Schwellung nach anstrengenden Tagen. Ruhige, regelmäßige Bewegung hält das Gelenk versorgt; völlige Ruhe macht es nur steifer.


Machen Sie den Selbsttest
Möchten Sie einschätzen, ob Ihre Handgelenkbeschwerden zu Arthrose passen? Zwei Kontrollen:
Ist das Handgelenk morgens oder nach Ruhe steif und schwergängig, und wird es nach etwas Bewegung geschmeidiger? Dieses Anlaufmuster passt zu Arthrose.
Kommt das Handgelenk beim Beugen, Strecken oder Drehen deutlich weniger weit als die andere Seite, mit einem zähen oder schmerzhaften Endpunkt? Auch das deutet auf Gelenkverschleiß hin.
Ein dickes, warmes, gerötetes Handgelenk mit Fieber oder Beschwerden, die nach einem Sturz plötzlich aufgetreten sind, sollten ärztlich abgeklärt werden.
Ursachen und Risikofaktoren
- Früherer Bruch oder frühere Verstauchung des Handgelenks mit Bänderverletzung (wichtigste Ursache)
- Jahrelange schwere Handbelastung in Beruf oder Sport
- Rheumatische Erkrankungen
- Veranlagung und zunehmendes Alter
- Frühere De-Quervain- oder andere Handgelenkbeschwerden als Mitverursacher
Symptome
- Anlaufsteifheit des Handgelenks, vor allem morgens
- Ziehende Schmerzen nach Belastung (Heimwerken, Sport, langes Tippen)
- Abnehmende Beweglichkeit, vor allem beim Abknicken des Handgelenks
- Manchmal Kraftverlust beim Abstützen und Heben
Ein plötzlich dickes, warmes und gerötetes Gelenk (kann auf etwas anderes hindeuten). Fieber bei Gelenkbeschwerden. Schnell zunehmende Fehlstellung des Handgelenks.
Ihre Genesung in Phasen
Die Zeitangaben unten sind Richtwerte. Lassen Sie die Reaktion Ihres Körpers entscheiden, nicht den Kalender:
Ziel: das Handgelenk täglich geschmeidig halten, ohne es zu reizen.
- Machen Sie Handgelenkmobilisation mehrmals täglich, ruhig und innerhalb der Schmerzgrenze.
- Vermeiden Sie lang anhaltende Spitzenbelastung und kräftiges Zupacken.
- Eine Handgelenkbandage gibt Halt und lindert Schmerzen bei belastenden Aufgaben.
Ziel: die Muskeln rund um das Handgelenk das Gelenk entlasten lassen.
- Ergänzen Sie Griffkraft mit Ball für die Kraft von Hand und Handgelenk.
- Bauen Sie die tägliche Belastung schrittweise auf, mit der Bandage als Sicherheitsnetz.
- Wärme vor dem Bewegen kann bei Steifheit angenehm sein.
Ziel: die Funktion erhalten. Arthrose braucht dauerhafte Pflege.
- Behalten Sie die tägliche Mobilisation und zwei- bis dreimal pro Woche Krafttraining bei.
- Nutzen Sie die Bandage gezielt bei schwerer oder lang anhaltender Belastung.
- Besprechen Sie bei zunehmender Einschränkung die Optionen mit dem Hausarzt.
Übungen bei dieser Verletzung


Hält das Handgelenk geschmeidig und gut durchblutet, die Basisübung bei nahezu allen Handgelenkbeschwerden, von Arthrose bis…

Erhält die Griffkraft von Hand und Daumen und baut sie wieder auf, die funktionelle Basis bei…
So beugen Sie (erneut) vor
Lassen Sie Handgelenkverletzungen immer vollständig behandeln und ausheilen, erhalten Sie die Hand- und Unterarmkraft und verteilen Sie schwere Handbelastung über die Woche.
Die CarpuLock stabilisiert das Handgelenk bei belastenden Aufgaben und fängt schmerzhafte Endstellungen ab, sodass Heimwerken, Sport und Arbeit länger komfortabel bleiben.





Kommt Ihnen das bekannt vor?
Kurt (64) hat einen alten Handgelenkbruch und bemerkt jetzt Morgensteifheit und Schmerzen beim Drehen von Türklinken und Öffnen von Gläsern. Er mobilisiert sein Handgelenk jeden Morgen, trainiert die Griffkraft mit einem weichen Ball und trägt bei schwerem Heimwerken eine Bandage. Die Morgensteifheit dauert nach einigen Wochen nur noch kurz, und die alltäglichen Handgriffe gelingen wieder geschmeidig.
Mehr dazu in unserem Blog
Häufig gestellte Fragen
Was ist Arthrose des Handgelenks?
Verschleiß des Knorpels im Handgelenk, wodurch das Gelenk schwergängiger wird und gereizt reagiert. Oft ist ein früherer Handgelenkbruch oder eine lang anhaltende Überlastung der Auslöser.
Woran erkenne ich Handgelenkarthrose?
An Anlaufsteifheit nach Ruhe, Schmerzen, die nach Belastung zunehmen, verminderter Beweglichkeit und manchmal einem zähen oder schmerzhaften Endpunkt beim Drehen. Die Beschwerden schwanken von Tag zu Tag.
Ist Bewegung schlecht für ein verschlissenes Handgelenk?
Nein, im Gegenteil: Dosierte Bewegung nährt den Knorpel und hält das Handgelenk geschmeidig. Schädlich sind vor allem lang anhaltende Spitzenbelastungen. Tägliche Mobilisation plus Kraft wirkt am besten.
Was kann man gegen Handgelenkarthrose tun?
Täglich mobilisieren, die Hand- und Handgelenkmuskulatur kräftigen, Spitzenbelastung vermeiden und bei schweren Aufgaben eine Bandage nutzen. Wärme lindert die Morgensteifheit. Dieser Ansatz erhält die Funktion.
Hilft eine Handgelenkbandage bei Arthrose?
Ja, eine Bandage stabilisiert das Gelenk, dämpft Schmerzreize bei Belastung und gibt Vertrauen bei schwerer oder lang andauernder Arbeit. Nutzen Sie sie gezielt, ergänzend zu den Mobilisations- und Kraftübungen.
Wann kommt eine Operation bei Handgelenkarthrose infrage?
Erst wenn der Schmerz trotz langer, guter Behandlung den Alltag weiter beherrscht. Dann kann ein Spezialist Optionen wie eine Teilversteifung oder einen Gelenkersatz besprechen. Das ist der letzte Schritt, nicht der erste.